Archiv für Januar, 2016

Schrumpfverhalten von Siegelfolien hat Einfluß auf das Aufreißverhalten / Weiterreißverhalten von flexiblen Verpackungen

Schrumpfprüfung Folie

Schrumpfprüfungen werden üblicherweise bei klassischen Schrumpffolien durchgeführt und Vorgabewerte werden in Datenblättern, Spezifikationen angegeben. Ein Beispiel von möglichen “Dimensionsänderungen” nach dem Schrumpftest haben wir in der Abbildung dargestellt.

Bei Siegelfolien für z.B. Schlauchbeutelverpackungen, Vierrandsiegelbeutel wird diese Eigenschaft (noch) relativ wenig Bedeutung beigemessen bzw. auch bei der Entwicklung eher selten berücksichtigt.

Das Schrumpfverhalten einer durch Blasfolienextrusion hergestellten Folie wird in erster Linie durch die im Herstellprozeß eingebrachten Orientierung der Makromoleküle bestimmt. Diese Orientierung entstehen hauptsächlich im Verstreckungsbereich der Anlage, d.h. nach dem Austritt der Schmelze aus dem Düsenspalt des Werkzeuges. Die Beeinflussing des Schrumpfes einer Blasfolie erfolgt in erster Linie durch das Abzugsverhältnis und das Aufblasverhältnis der Folienblase.
Zu berücksichtigen sind weiterhin die Abkühlbedingungen innerhalb der Folienanlage und die Materialzusammensetzung.

Warum ist nun das Schrumpfverhalten einer Siegelfolie interessant im Hinblick auf das Aufreiß-, Weiterrreißverhalten einer Verbundfolie?

Ein hoher Orientierungsgrad in Längs-Quer-Richtung bewirkt einen hohen Schrumpf in Längs-Quer-Richtung. Die Zugfestigkeit steigt mit zunehmender Orientierung. D.h. eine Folie gleichen Types und Dimension wird bei verschiedenen Aufblas- und Abzugsverhältnissen verschiedene “Festigkeiten”  aufweisen. Bei extremer Orientierung z.B. in Längsrichtung besteht auch eine hohe Zugfestigkeit, jedoch auch eine hohe Spleißneigung in z.B. Längsrichtung. Die stark orientierten Druckträgerfolien (z.B PET, PP-BO) haben daher nur eine sehr geringe Einreiß bzw. Weiterreißfestigkeit und die “dickere Siegelfolie” hat letztendlich den größeren Anteil an dieser Endeigenschaft der Verbundfolie.

Im Hinblick auf ein definiertes Aufreiß-, Weiterreißverhalten an Verbundfolien sind daher gezielt eingebrachte Orientierungen der Siegelfolie von Bedeutung und sollten, wenn für die Anwendung interessant, mit bei der (Verbund)Folienentwicklung berücksichtigt werden.

Wir unterstützen Sie gerne bei der Prüfung und Umsetzung Ihrer Anforderungen.

Schlauchbeutelverpackung

Schlauchbeutelverpackung

Zur Herstellung einer Schlauchbeutelverpackung wird eine Folienbahn über eine Formschulter gezogen und zu einem Schlauch geformt und längs versiegelt und an der “Bodennaht” verschlossen. Anschließend erfolgt die Befüllung und das Verschließen der Kopfnaht.

Die Versiegelung in Längsrichtung kann entweder Innen gegen Innen (Flossennaht oder Finsealnaht) oder Innen gegen Aussen sogenannte Lapsealnaht erfolgen.

Je nach Größe, Füllgewicht und Aufbau der Verpackungsmaschine sind vielfältigen Eigenschaften der Verpackungsfolie zu beachten z.B. Reibungsverhalten der Aussenseite und der Innnenseite, Steifigkeit der Folie, Siegelverhalten der PE oder PP Siegelschicht

Details über die Anforderungen erfahren Sie in unseren Kunststofffolien Workshops oder wir unterstützen Sie gerne bei der Erstellung von Verpackungs Spezifikationen sowie bei Abweichungen und Reklamationen

DSC ( Dynamische Differenzkalorimetrie) Kühlmessungen und Ihre Anwendungen bei der Charakterisierung von Kunststofffolien

Dynamische Differenzkalorimetrie DSC

Die Dynamische Differenzkalorimetrie (DSC) ist eine weit verbreitete Methode zur Charakterisierung von Kunststofffolien wir z.B. PE Folien, PE Siegelschichten, PP Folien oder auch PET bzw. PA Folien.

Häufig wird dabei aber nur die sogenannte Aufheizkurve ausgewertet. In vielen Fällen kann man jedoch mit solchen Messungen die Eigenschaften und das Verhalten der Muster nicht vollständig verstehen. Kühlmessungen sind dann eine Möglichkeit, um zusätzliche Informationen über die Probe zu erhalten.

Kühlmessungen liefern insbesondere zusätzliche Informationen, wenn z.B.
– Unterschiede zwischen Materialien mit “unterschiedlicher Herkunft” festgestellt werden sollen, z.B. wenn neue und recyclierte Materialien voneinander unterscheiden werden sollen.
– unterschiedliche Strukturen und Zusammensetzungen nachgewiesen werden sollen
– sich verschiedene thermische Effekte überlagern.

Gerade bei Polypropylen (PP) leisten Kühlmessungen einiges:
Unterscheidung von recycliertem und “neuem” Polypropylen
Charakterisierung von verschiedenen Polypropylenen
Einfluß von Zusatzstoffen z.B. Nuklierungsmittel in Polypropylen

Wir verfügen über unterschiedliche DSC Anlagen und können ganz spezifisch für Ihre Anwendung die geeignete Methode anbieten. Sprechen Sie uns einfach an.

Thermogravimetrie – Anwendung: Bestimmung Einfluß von Medien auf den Kunststoff

Thermogravimetrie

Medien, die in Kontakt mit Kunststoff stehen oder z.B. beim Verpacken von flüssigen Produkten, können Wechselwirkungen verursachen.Umgebungsmedien können in Kunststoffe eindiffundieren und schädigen

Mit Hilfe der thermogravimetrischen Analyse, kann geprüft werden, ob das Medium in den Kunststoff lediglich eindringt und dann wieder “abdampft” oder ob eine Alterung (z.B. Kettenabbau, Extraktion von Stabilisatoren) stattfindet.

Dies wird einerseits über den Massenverlust und über die Lage des Abbaupeaks während der Versuchsdurchführung ermittelt. Weiterhin kann festgelegt werden, ob die Reaktion unter inerter Atmosphäre oder unter Sauerstoff bzw. Luft gemessen werden soll.

Unser Labor verfügt über die eine High Resolution Thermogravimetrie Anlage und wir beraten Sie gerne für Ihre Anwendungen.

 

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