Archiv für August, 2016

Bestimmung des Vinyacetatgehalts (VA) mittels Thermogravimetrie in EVA Copolymeren

Vinylacteat VAc, zersetzt sich zwischen 200 und 400°C unter Abspaltung von Essigsäure. Dies Abbaustufe läßt sich zur Berechnung des VAc Gehalts in EVA Copolymeren verwenden. (siehe Abbildung desn Beitrages Bei der Thermogravimetrie TGA wird die Probe von Raumtemperatur bis z.B. 900°C kontinuierlich erhitzt. Zwischen 200°C und 375°C erfolgt die Abspaltung der Essigsäure und zwischen 380 und 500°C die thermische Zerstörung der übrigen Polymere. Anschließend zwischen 600 und 900°C werden eventuelle Kohlenstoffreste oder Ruß  unter Sauerstoffatmosphäre verbrannt. Füllstoffe liegen als Rückstand bei ca. 900°C vor.
Bei reinen nicht gefüllten EVA Copolymeren ist im Prinzip der Temperaturbereich bis 600°C ausreichend.

Für die exakte Berechnung ist eine Kalibrierung mit handelsüblichen Polymeren erforderlich, da z.B. auch Auftriebseffekte oder andere flüchtige Substanzen mit berücksichtigt werden müssen.

In unserem Prüflabor der thermischen Analyse können  wir gerne Messungen für Ihren Anwendungen durchführen. Zusätzlich verfügen wir über eine sogenannte Hires Thermogravimetrie, die eine wesentlich bessere Auftrennung ermöglicht als dies mit Standardverfahren möglich ist.

Oxidationsbeständigkeit von Polyethylen PE, Polypropylen PP – Dynamische Differenzkalorimetrie DSC

Dynamische Differenzkalorimetrie DSC Oxidations Induktionszeit

Die Oxidationsbeständigkeit von Polyolefinen (Polyethylen PE, Polypropylen PP) ist eine wesentliche Kenngröße für die Verarbeitung der Materialien und auch bei der anschließenden Lagerung. Zur Abschätzung, ob die Werkstoffe ausreichend mit Additiven stabilisiert sind, werden häufig sogenannte OIT Tests mittels Dynamischer Differenzkalorimetrie DSC durchgeführt. Hierbei werden die Proben entweder komplett unter Sauerstoff bis zur beginnenden Oxidation aufgeheizt (dynamische OIT-Messung) oder zunächst unter Stickstoff bis oberhalb der Schmelztemperatur aufgeheizt und anschließend erfolgt bei festgelegter Temperatur z.B. 200°C die Umstellung auf Sauerstoff. Die Zeitspanne bis zur darauf folgende Oxidation wird gemessen (statische OIT Messung).

In der Abbildung wurden 6 unterschiedliche Polyethylen PE Werkstoffe mittels statischer OIT Messung geprüft und nach 60 Minuten die Messung abgebrochen. Bereits visuell war zu erkennen, welches von den Mustern die “beste Stabilisierung” aufwies.

In unserem Prüflabor können wir mit unserem Gerätepark der Thermischen Analyse auch Ihre Proben auf Oxidationsbeständigkeit prüfen bzw. die Oxidations-Induktionszeit OIT bestimmen.

Thermogravimetrie Kunststoff – Thermogravimetrische Prüfung

Thermogravimetrie Kunststoff

Mit Hilfe der Thermogravimetrischen Analyse wird die Masse bzw. die Massenänderungen einer Probe in Abhängigkeit von der Temperatur und/oder Zeit gemessen. Massenänderungen treten z.B. bei Verdampfung, Zersetzung, chemischen Reaktionen auf.

Von großer Bedeutung sind die Wahl des Spülgases und der Zustand im Probenraum. In der Zwischenzeit werden häufig die Untersuchungen nicht mit einer kontinuierlich gleichen Heizrate z.B. 10K/min durchgeführt, sondern “umsatzgesteuert“. Dies bedeutet sobald ein Massenverlust beginnt, regelt das Programm je nach Einstellung ggf. die Heizrate bis auf 0 K/min herunter. Vorteil ist u.a., das eng benachbarte Effekte wesentlich besser aufgetrennt werden können und daß die Auswertung der Thermogravimetrie wesentlich vereinfacht wird. Anwendungen für die Thermogravimetrie werden erweitert. Bei der im Artikel dargestellten Kunststoffprüfung bzw. Abbildung eines speziellen Granulates wäre eine Trennung der ersten Abbaustufe ohne unsere sogenannte “Hires Einstellung” nicht möglich.

Selbstverständlich verfügt unser Prüflabor für Kunststoffe und Kunststofffolien über modernste Geräteausstattung und gerne beraten wir Sie bei der Auswahl der geeigneten Meßmethode für Ihre Anwendung.

Reibungsverhalten / Reibungskoeffizienten Kunststofffolie z.B. PE-Folie, PP-Folie, Verbundfolie

Reibungsverhalten Kunststofffolie

Das Reibungsverhalten von Oberflächen von Kunststofffolien ist für die weitere Verarbeitung z.B. beim Abpackvorgang an einer Vertikalen Schlauchbeutelmaschine häufig ein entscheidendes Kriterium.

Bei zu stumpfen Folien “stoppt” der Abpackvorgang oder bei zu glatten Folien verrutschen diese so stark, daß z.B. keine einwandfreie Rückennaht mehr gebildet werden kann.

Die Prüfung nach ISO 8295 ” Kunststoffe – Folien und Bahnen – Bestimmung der Reibungskoeffizienten ” – ist daher häufig eine Grundeigenschaft in Datenblättern bzw. Spezifikationen und wir können dies gerne für Sie in unserem modernen Prüflabor für Kunststofffolien und flexible Verpackungen prüfen. In unseren Folienworkshops erfahren Sie mehr wie das Reibungsverhalten in den Kunststofffolien eingestellt wird und was bei einer Festlegung und Rezeptierung zu beachten ist.

Gerne beraten wir Sie bei der für Ihre Anwendung optimalen Haftreibungs– und oder Gleitreibungs-Vorgaben.

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