Geliergrad PVC mittels Dynamische Differenzkalorimetrie DSC bestimmen

PVC Geliergrad Dynamische Differenzkalorimetrie

Der Geliergrad ist eine wichtige Kenngröße für extrudierte PVC Artikel und korreliert mit mechanischen Eigenschaften. Lt. heutigem Stand hängt dieser nur von der Massetemperatur sowie der entstehenden Scherung während der Extrusion ab. Der Geliergrad kann grundsätzlich zwischen 0 und 100% liegen und beschreibt wie viel Prozent des maximal möglichen Aufschmelzgrades erreicht worden ist.

Häufig werden drei Hauptbereiche unterschieden:
1: Bis zu einer Extrusionstemperatur von etwa 160°C beträgt der Geliergrad 0%
2. Bei einer Temperatur von ca. 160°C bis 190 °C liegt der Geliergrad zwischen 0 und etwa 60%
3. Zwischen 190 und 205°C beträgt der Wert ca. 60 bis 100%
Oberhalb von ca. 205°C beginnt auch bei entsprechender Stabilisierung eine merkliche thermische Zersetzung

Beim Extrudieren sind die Verarbeitungstemperatur und die Scherung die maßgebenden Parameter. Das Gelieren ist grundsätzlich ein irreversibler Vorgang.

Geprüft wird der Geliergrad häufig mittels Dynamischer Differenzkalorimetrie DSC bzw. mittels modulierter DSC Technik. In unserem Prüflabor verfügen wir über beide Techniken der thermischen Analyse und können Sie bei Projekten oder Materialvergleichen unterstützen.

Siegelnahtfestigkeit Folienverpackung

Siegelnahtfestigkeitsprüfung

Die Beurteilung der Siegelnahtfestigkeit ist eine der wesentlichen Anforderungen an moderne Folienverpackungen bzw. Lebensmittelverpackungen.

Je nach Zielsetzung ist hierbei zu unterscheiden zwischen peelbaren (leicht zu öffnenden) Siegelnähten und einer festen Siegelnaht, die nur durch eine Materialzerstörung getrennt werden kann.

In Betracht zu ziehende Normen / Standards sind hierbei z.B.:

DIN 55529 Verpackung – Bestimmung der Siegelnahtfestigkeit von Siegelungen aus flexiblen Packstoffen.

DIN 55409 Verpackung – Prüfverfahren zur Bestimmung von Öffnungskräften an peelbaren Verpackungen

DIN EN ISO 11607-2 Verpackungen für in der Endverpackung zu sterilisierende Medizinprodukte – Teil 2: Validierungsanforderungen an Prozesse der Formgebung, Siegelung und des Zusammenstellens

DIN EN 868 Teil 5 Verpackungen für in der Endverpackung zu sterilisierende Medizinprodukte

ASTM F 88 Standard Prüfmethode zur Bestimmung der Siegelnahtfestigkeit flexibler Barriere-Materialien

Gerne übernehmen wir für Sie in unserem Prüflabor für flexible Verpackungen die Meßaufgaben für die Validierung von Verpackungsprozessen, Entwicklung neuer Produkte oder bei Reklamationen und Schadensfällen. Folien– und Verpackungsprüfung ist unser unser Spezielgebiet.

Folienverpackung prüfen

Siegelnahtfestigkeitsprüfung

Folienverpackungen sind ein unverzichtbarer Bestandteil der industrie- und Dienstleistungsgesellschaft geworden. Eine optimale Verpackung stellt in vielen Branchen eine der wichtigsten Wettbewerbsfaktoren dar. Aber …. die Kunststoffverpackung muß funktionieren und daher ist die Verpackungsprüfung ein wesentlicher Beitrag zur Beurteilung der Eignung.

Aufgrund des Anforderungsprofils ergeben sich die notwendigen Prüfungen.

Allgemeine Eigenschaften z.B.
Abmessungen und Flächengewicht, Bestimmung der Foliendicke

Mechanische Eigenschaften z.B
Zugversuch nach ISO 527
Weiterrreißfestigkeit nach DIN 53363
Siegelnahtfestigkeit nach DIN 55529
Prüfung der Durchstoßfestigkeit nach DIN 14477 bzw. ASTM F1306

Funktionale Eigenschaften z.B.
Bestimmung der Reibungseigenschaften nach ISO 8295
Benetzbarkeit nach ISO 8296
Prüfung der Druckfarbenhaftung mittels Tape Test

Barriereeigenschaften z.B.
Bestimmung der Wasserdampfdurchlässigkeit nach DIN EN ISO 15106 bzw. ASTM F1249
Bestimmung der Sauerstoffdurchlässigkeit nach DIN EN ISO 15105

Unser Prüflabor für Kunststofffolien, flexible Verpackungen und Kunststoffverpackungen unterstützt Sie gerne bei Ihren Prüfaufgaben z.B. Überprüfung von Packmittelspezifikationen, Reklamationen und Schadensfällen

 

Qualitätssicherung Standbeutel / Standbodenbeutel – Prüfung und Qualitätsbeurteilung

Standbeutel Bodensiegelung

Standbeutel bzw. Standbodenbeutel sind aufgrund Ihrer flexiblen Anwendung auf dem Verpackungsmarkt heute nicht mehr wegzudenken.

Regelmäßig ist unser Prüflabor bei Reklamationen und Schadensfällen beauftragt, die Ursachen für Abweichungen in der Anwendung bzw. Einsatz zu ermitteln. Daher möchten wir im nachfolgenden einige typische Prüfungen an Standbeuteln bzw. Standbodenbeutel aufführen, die aus unserer Erfahrung praxisgerecht geeignet sind, um die Qualität zu beurteilen. Da man grundsätzlich zwischen vorgefertigten und inline gefertigten Standbeuteln unterscheiden muß, gelten die nachfolgenden Prüfmethoden für vorgefertige Standbodenbeutel, sind aber auch auf inline gefertigte übertragbar.

Typische Prüfmethoden:
1. Überprüfung der Maßangaben gemäß der technischen Zeichnung
2. Korrekte Position der Bodensiegelung (siehe nachfolgende Abbildung)
Standbeutel Position Bodenwerkzeug
3. Visuelle Prüfungen z.B. auf Ausführung einer Einreißkerbe, Eckenstanzung
4. Ruler / Knife Test zur Überprüfung der Gleichmäßigkeit der Siegelnähte
5. Prüfung der Siegelnahtfestigkeit nach DIN 55529 (Beide Seite, Bodennaht Vorderseite + Rückseite)
6. Dichtigkeitsprüfungen (z.B. mittels Vakkuumtest, Überdrucktest)
Bei den Überdrucktests finden folgende Standards Anwendung:
ASTM F1140 Internal pressurization Failure Resistance of unrestrained packages
ASTM F2054 Burst Testing within restraining plates
7. Integrität der Siegelnaht mittels Farbstofftest (typische Schwachstelle zwischen Bodennaht und Seitennaht).

Bleibt dann oft noch die Frage: Ja wie viele bzw. wie oft muß ich denn prüfen?
Auch hier verlassen sich immer noch einige auf das “Bauchgefühl”, obwohl über festgelegte Stichprobensysteme gemäß ISO 2859 bzw. ISO 3951 statistisch abgesicherte Lösungen existieren (Stichwort AQL-Wert).

Wir unterstützen Sie gerne bei der Umsetzung Ihrer Anforderungen und können Sie praxisgerecht beraten. Ihre Produkte können wir in unserem Prüflabor für Kunststofffolien und Folienverpackungen bewerten. Unser Prüfservice ist gerne für Sie da.

 

 

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