Thermogravimetrie TGA von Schmierölen

Anwendung Thermogravimetrie-TGA

Schmierstoffe, Schmieröle, Mineralöle und Fette unterliegen häufig einer hohen Temperaturbelastung.

Mit Hilfe der Thermogravimetrie läßt sich relativ zügig und kostengünstig prüfen, ob in bestimmten Temperaturbereichen mit Abspaltprodukten zu rechnen ist.Hierzu wird die z.B. Substanz auf eine definierte Temperatur erhitzt und der Massenverlust in Abhängigkeit von der Temperatur gemessen.

Im vorliegenden Beispiel wurden zur Charakterisierung zwei Temperaturbereiche von 160°C und 220°C ausgewählt.

Muster 1: Massenverlust bei 160°C: 0,12%
Massenverlust bei 220°C: 0,44%

Muster 2: Massenverlust bei 160°C: 0,06%
Massenverlust bei 220°C: 0,78%

Bis zu einer Temperatur von 160°C zeigte Muster 2 einen geringeren Massenverlust, darüberhinaus war der Abbau/Verflüchtigung gegenüber dem Muster 1 deutlich höher.

Unser Prüflabor verfügt über sämtliche moderne Methoden der Thermogravimetrie TGA und wir können z.B. Messungen mit konstanter Heizrate oder aber umsatzgesteuert durchführen. Jede Anwendung ist anders und wir passen die Prüfbedingungen Ihren Aufgabenstellungen an.

Mikroskopie Verpackung / Folienverpackung / Kunststoffverpackung

Mikroskopie Verpackung

Lichtmikroskopische Untersuchungen an Kunststofffolien, Mehrschichtfolien, Verbundfolien und Verpackungen, Lebensmittelverpackungen können viele Anwendungsfälle abdecken. Häufig wird die Präparation in Kombination mit einem Mikrotomschnitt durchgeführt.

Nachfolgend haben wir einige Musterbeispiel aus unserem Prüflabor für Kunststofffolien, Folienverpackungen und Kunststoffverpackungen aufgeführt.

Mikrotomschnitt-Coex-Folie

Mikrotomschnitt-Coex-Folie

 

Schichtanalyse von Folien und Vermessung von Einzelschichten (z.B. Druckträgerfolien, Siegelschichten, Coexfolien, Klebstoffschichten, Lacke, Druckfarbenaufbau).

 

 

 

 

 

Undichte Siegelnaht

Undichte Siegelnaht

 

Beurteilung von Siegelnähten und Verschweißungen. Ursachenanalyse bei undichten Packungen.

 

 

 

 

Mikroskopie Stanzung / Laserperforation

Mikroskopie Stanzung / Laserperforation

 

Vermessung und Beurteilung von Stanzungen und Gravuren z.B. als Öffnungshilfe bei Verpackungen

 

 

 

 

 

 

Folienstippe

Folienstippe

 

Untersuchung und Ursachenfindung von Fremdkörpern und Stippen in Folien

 

 

 

 

 

Gerne untersuchen wir auch Ihren Anwendungsfall und senden Sie uns einfach eine unverbindliche Prüfanfrage

 

Wasserdampfdurchlässigkeit Kunststofffolie

Wasserdampfdurchlässigkeit

Die Wasserdampfdurchlässigkeit von Folien aus Kunststoffen stellt häufig eine Grundeigenschaft einer Folienverpackung dar. Gerade im Verpackungsbereich, um z.B. trockene Produkte vor Feuchtigkeit zu schützen oder aber feuchte Produkte vor dem Austrocknen zu hindern.

Grundsätzlich weisen unterschiedliche Materialien auch unterschiedliche Durchlässigkeiten auf. Faustregel ist dabei, daß unpolare Werkstoffe wie z.B. Polyethylen PE oder Polypropylen PP von Hause aus eine relativ geringe Durchlässigkeit zeigen während polare Werkstoffe wie z.B. Polyamid PA oder Polyester PET deutlich höhere Werte aufweisen.

Die Durchlässigkeit von Polyethylen ist abhängig von der eingesetzten Basiswerkstoffen und z.B. zeigt eine Kunststofffolie aus Polyethylen mit hoher Dichte PE-HD eine Durchlässigkeit von ca. 0,4g/m2 bei 100µm während Polyethylen mit niederer Dichte PE-LD  einen Wert von ca. 1g/m2 aufweist .

Insbesondere bei Kunststofffolien ist die Orientierung, bedingt durch den Herstellprozeß der Folie, eine zusätzliche Eigenschaft, die wesentlichen Einfluß auf die Barriereeigenschaft hat. Beispielweise hat eine 20µm PA-Folie ungereckt eine Wasserdampfdurchlässigkeit von ca. 90g/m2, während eine gereckte “nur” 15µm dicke OPA-Folie ca. 80g/m2 aufweist. Dies ist bei der Gestaltung einer Verpackung unbedingt zu berücksichtigen.

Geprüft wird die Barriereeigenschaft einer Kunststofffolie nach folgenden Standards:
DIN 53122-1 Prüfung von Kunststoff-Folien, Elastomerfolien, Papier, Pappe und anderen Flächengebilden – Bestimmung der Wasserdampfdurchlässigkeit – Teil 1: Gravimetrisches Verfahren
ISO 15106-1 Kunststoffe- Folien und Flächengebilde – Bestimmung der Wasserdampfdurchlässigkeit Teil 1: Verfahren mit Feuchtigkeitssensor
ISO 15106-2 Kunststoffe- Folien und Flächengebilde – Bestimmung der Wasserdampfdurchlässigkeit Teil 2: Infrarotnachweis-Sensorverfahren
ISO 15106-3 Kunststoffe- Folien und Flächengebilde – Bestimmung der Wasserdampfdurchlässigkeit Teil 3: Elektrolytnachweis-Sensorverfahren
ASTM- F 1249 Standard test method for water vapor transmission rate of sheet material using a modulated infrared sensor

Unser Prüflabor für Kunststoffolien, flexible Verpackungen und Lebensmittelverpackungen übernimmt gerne

Analyse von Verbundfolien – Materialbestimmung inklusive Einzelschichten

Analyse Verbundfolie

Die Analyse von Verbundfolien bzw. Mehrschichtfolien ist eine wesentliche Spezialität unseres Prüfservice.

Um eine Verbundfolie ausreichend zu charakterisieren bedarf es in der Praxis die Anwendung von unterschiedlichen Prüfmethoden. z.B. FTIR-Spektroskopie, Dynamische Differenzkalorimetrie DSC, Mikrotomschnitt, Mikroskopie, ggf. Thermogravimetrie und weitere naßchemische Methoden. Nur das Zusammenspiel der unterschiedlichen Methoden und das entsprechende Fachwissen garantiert das gewünschte Ergebnisse bzw. die notwendigen Details.

Beispiel für den Aufbau einer typischen Wurstverpackung, die als Deckelfolie für Thermoformschalen eingesetzt wird:
Aussenseite: Polyesterfolie PET 12µm
Konterdruck + Kaschierung mit 2K-LF Kaschierkleber auf Polyurethanbasis
Innenseite: Siegelfolie inklusive Barriereschicht 60µm gesamt.
Aufgeteilt in die Einzelschichten PE/Haftvermittler/EVOH/Haftvermittler/PE mit speziellen Siegeleigenschaften  Stichwort: Peelfolie
Gesamtverbund: ca. 75µm.

Mikrotomschnitt Verbundfolie

Natürlich gehen wir noch weiter in die Tiefe und schauen, welche PE-Typen verwendet wurden z.B. PE-LD, PE-LLD, PE-MD oder welche EVOH-Type eingesetzt wurde. z.B. 32Mol.%

Gerne analysieren wir Ihre Mehrschichtfolien / Verbundfolien und die Untersuchung bietet sich auch bei eventuellen Produktionsstörungen, Reklamationen, um Materialabweichungen zu erkennen.

 

 

 

 

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