Beiträge mit Tag ‘Siegelschicht’

Schrumpfverhalten von Siegelfolien hat Einfluß auf das Aufreißverhalten / Weiterreißverhalten von flexiblen Verpackungen

Schrumpfprüfung Folie

Schrumpfprüfungen werden üblicherweise bei klassischen Schrumpffolien durchgeführt und Vorgabewerte werden in Datenblättern, Spezifikationen angegeben. Ein Beispiel von möglichen “Dimensionsänderungen” nach dem Schrumpftest haben wir in der Abbildung dargestellt.

Bei Siegelfolien für z.B. Schlauchbeutelverpackungen, Vierrandsiegelbeutel wird diese Eigenschaft (noch) relativ wenig Bedeutung beigemessen bzw. auch bei der Entwicklung eher selten berücksichtigt.

Das Schrumpfverhalten einer durch Blasfolienextrusion hergestellten Folie wird in erster Linie durch die im Herstellprozeß eingebrachten Orientierung der Makromoleküle bestimmt. Diese Orientierung entstehen hauptsächlich im Verstreckungsbereich der Anlage, d.h. nach dem Austritt der Schmelze aus dem Düsenspalt des Werkzeuges. Die Beeinflussing des Schrumpfes einer Blasfolie erfolgt in erster Linie durch das Abzugsverhältnis und das Aufblasverhältnis der Folienblase.
Zu berücksichtigen sind weiterhin die Abkühlbedingungen innerhalb der Folienanlage und die Materialzusammensetzung.

Warum ist nun das Schrumpfverhalten einer Siegelfolie interessant im Hinblick auf das Aufreiß-, Weiterrreißverhalten einer Verbundfolie?

Ein hoher Orientierungsgrad in Längs-Quer-Richtung bewirkt einen hohen Schrumpf in Längs-Quer-Richtung. Die Zugfestigkeit steigt mit zunehmender Orientierung. D.h. eine Folie gleichen Types und Dimension wird bei verschiedenen Aufblas- und Abzugsverhältnissen verschiedene “Festigkeiten”  aufweisen. Bei extremer Orientierung z.B. in Längsrichtung besteht auch eine hohe Zugfestigkeit, jedoch auch eine hohe Spleißneigung in z.B. Längsrichtung. Die stark orientierten Druckträgerfolien (z.B PET, PP-BO) haben daher nur eine sehr geringe Einreiß bzw. Weiterreißfestigkeit und die “dickere Siegelfolie” hat letztendlich den größeren Anteil an dieser Endeigenschaft der Verbundfolie.

Im Hinblick auf ein definiertes Aufreiß-, Weiterreißverhalten an Verbundfolien sind daher gezielt eingebrachte Orientierungen der Siegelfolie von Bedeutung und sollten, wenn für die Anwendung interessant, mit bei der (Verbund)Folienentwicklung berücksichtigt werden.

Wir unterstützen Sie gerne bei der Prüfung und Umsetzung Ihrer Anforderungen.

Barrierefolien- Folienwissen kompakt

Seminar Verpackungsfolie

Bei der Verpackung von Lebensmitteln dienen Barrierefolien für eine längere Haltbarkeit der Produkte. Beispielsweise wird Wasserdampf bereits durch eine PE-Siegelschicht zurückgehalten, während Sperrschichten z.B. mit EVOH (Ethylenvinylalkohol), PVDC oder anorganische Barriereschichten den Eintritt von Sauerstoff in eine Verpackung minimieren.

Weitergehende Informationen über Barrierefolien erhalten Sie in unseren Folien Workshops oder Inhouse Seminaren

 

VDMA 8748: Kriterien zur Qualitätsbeurteilung von Packstoff zur Verarbeitung auf Siegelrand- und Schlauchbeutel-Form-, Füll-, und Verschleißmaschinen und -anlagen (Mindestanforderungen)

Barriere EVOH

Alle die sich mit den aufgeführten Verpackungen und Packstoffen beschäftigen sollten sich die aufgeführte VDMA 8748 Richtlinie einmal näher ansehen.

Diese beschreibt Mindestanforderungen für Flachfolien zur Qualitätsbeurteilung und ist in folgende Kapitel unterteilt:
– Äußere Merkmale von Folienrollen.
– Maßtoleranzen von Folienrollen
– Steuermarken
– Bedruckung
– Thermische Eigenschaften
– Siegelbarkeit
– Siegeleigenschaften
– Mechanische Eigenschaften
– Anforderungen an Verarbeitungsumfeld

Sie eignet sich auch sehr gut für die Erarbeitung von Spezifikationen für Folien und flexible Verpackungen.

Gerne  unterstützen wir Sie bei den notwendigen Prüfungen oder der Erarbeitung von Vereinbarungen.

 

DIN 55409-1 Verpackung – Prüfverfahren zur Bestimmung von Öffnungskräften an peelbaren Verpackungen Teil 1: Flexible Packmittel

Verbundfolie

In der DIN 55409 Teil 1 ist ein Prüfverfahren beschrieben, das das Öffnungsverhalten von flexiblen Packstoffen beschreibt.

Peelbare Siegelnähte an Verpackungen erlauben es dem Verbraucher, diese ohne Hilfsmittel von Hand “leicht zu öffnen”. Leider funktioniert dies nicht immer so wie geplant und die Bewertung der Peelbarkeit stellt daher ein wichtiges Qualitätskriterium für peelbare Verpackungen dar.

Am Markt existieren unterschiedliche Peelkonzepte, die je nach Anwendung und Aufbau der Materialien geeignet sind die Anforderungen zu erfüllen.

Die beschriebenen Parameter unterscheiden sich deutlich von der bisherigen Standard Norm zur Bestimmung der Siegelnahtfestigkeit nach DIN 55529 an Verpackungen, die für festversiegelnde Verpackungen angewendet wird.

Gerne bewerten wir Ihre Folie bzw. flexible Verpackung nach dieser Prüfnorm.

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