Analyse von Verbundfolien – Materialbestimmung inklusive Einzelschichten

Analyse Verbundfolie

Die Analyse von Verbundfolien bzw. Mehrschichtfolien ist eine wesentliche Spezialität unseres Prüfservice.

Um eine Verbundfolie ausreichend zu charakterisieren bedarf es in der Praxis die Anwendung von unterschiedlichen Prüfmethoden. z.B. FTIR-Spektroskopie, Dynamische Differenzkalorimetrie DSC, Mikrotomschnitt, Mikroskopie, ggf. Thermogravimetrie und weitere naßchemische Methoden. Nur das Zusammenspiel der unterschiedlichen Methoden und das entsprechende Fachwissen garantiert das gewünschte Ergebnisse bzw. die notwendigen Details.

Beispiel für den Aufbau einer typischen Wurstverpackung, die als Deckelfolie für Thermoformschalen eingesetzt wird:
Aussenseite: Polyesterfolie PET 12µm
Konterdruck + Kaschierung mit 2K-LF Kaschierkleber auf Polyurethanbasis
Innenseite: Siegelfolie inklusive Barriereschicht 60µm gesamt.
Aufgeteilt in die Einzelschichten PE/Haftvermittler/EVOH/Haftvermittler/PE mit speziellen Siegeleigenschaften  Stichwort: Peelfolie
Gesamtverbund: ca. 75µm.

Mikrotomschnitt Verbundfolie

Natürlich gehen wir noch weiter in die Tiefe und schauen, welche PE-Typen verwendet wurden z.B. PE-LD, PE-LLD, PE-MD oder welche EVOH-Type eingesetzt wurde. z.B. 32Mol.%

Gerne analysieren wir Ihre Mehrschichtfolien / Verbundfolien und die Untersuchung bietet sich auch bei eventuellen Produktionsstörungen, Reklamationen, um Materialabweichungen zu erkennen.

 

 

 

 

Stippen in Folien Kunststofffolien analysieren

Stippe Folie Kunststoffolie

Stippen in Folien Kunststoffolien können unterschiedliche Ursachen haben.

z.B. Fremdkörper, Fremdkunststoffe, Inhomogenitäten der Kunststoffmischung, Agglomeratbildung von Füllstoffen, Vernetzung von Polymeren, Abbau von Kunststoffen.

Je nach Größe und Ausprägung einer Stippe kann dies lediglich eine “optische Beeinträchtigung” der Folien darstellen oder aber es können bestimmte Funktionen z.B. Durchlässigkeit, Barriereeigenschaften, Festigkeiten negativ beeinflußt werden. Dies kann soweit gehen, daß die Folie für einen Einsatzbereich nicht mehr geeignet ist.

Umso wichtiger ist es die Ursache für die Stippenbildung z.B. in PE Folien oder PP Folien zu bestimmen. Für die Untersuchung setzen wir moderne Methoden der Mikroskopie, Thermischen Analyse Dynamische Differenzkalorimetrie DSC, Thermogravimetrie (TGA) und FTIR-Spektroskopie ein.

Wir unterstützen Sie gerne bei der Ursachenfindung.

Ablagerungen auf Kunststofffolien untersuchen mittels FTIR-Spektroskopie

ablagerung-ftir-spektroskopie

Ablagerungen auf Oberflächen von Kunststofffolien können verschiedene Ursachen haben. Mit Hilfe der FTIR-Spektroskopie und spezieller Prüfanordnungen läßt sich dies untersuchen und charakterisieren.

Am Beispiel des dargestellten Artikelbildes war ein deutlicher Unterschied zwischen der “reinen” Polyethylenfolie (PE) und den Bereichen mit Ablagerungen erkennbar. Mit Hilfe unserer internen Datenbanken und ggf. weiteren Vergleichsmaterialien z.B. die eingesetzten Basisgranulate, konnte die Ablagerung einer verwendeten Granulattype zugeordnet werden. Deren Inhaltsstoffe wanderten an die Folienoberfläche und waren anhand der FTIR-Spektroskopie eindeutig identifizierbar. Die korrekte Auswahl der geeigneten Methode und Auswertung benötigt in der Regel nicht nur detaillierte Kenntnisse über die Methoden sondern vor allem auch intensive Materialkenntnisse.

Die FTIR-Spektroskopie ist ein wichtiges Instrument zur Analyse von Reklamationen und bei Schadensuntersuchungen. Gerne unterstützen wir Sie bei Ihren Anwendungsfällen und nach unserer Erstbeurteilung erhalten Sie ein detailliertes unverbindliches Angebot. Unser Prüflabor für Kunststofffolien und flexible Verpackungen verfügt über sämtliche praxisorientierte Meßmethoden.

Modulierte DSC Messung – Anwendungen und Vorteile am Beispiel Glasübergang Epoxidharz

Temperaturmodulierte DSC Messung

Im vorliegenden Fall, sollte eine vergleichende Charakterisierung eines “gealterten Epoxidharz Systems” mit einer “frischen Probe” durchgeführt werden. In der Abbildung des Betrages zeigt die grüne Kurve das “frische Material” und die blaue Kurve das gealterte Material.

Leicht ist zu erkennen, daß bei dem gealterten Material ein starker Relaxationspeak auftrat und dadurch z.B. eine Auswertung der Glasübergangsstufe mit der traditionellen DSC Technik (konstante Heiz- und Kühlrate) nicht möglich war oder eine nicht zufriedenstellendes Ergebnis liefern würde.

In der nachfolgende Abbildungen sehen Sie den Ausdruck einer Messung mit Hilfe der Temperaturmodulierten DSC Technik.  Die grüne Kurve beschreibt eine Art “Summenkurve” ist im wesneltichen mit der Kurve aus der traditionellen Technik vergleichbar. Mit Hilfe der modulierten DSC ist es nun möglich zwischen reversiblen (Glasübergang) und nicht reversiblen Vorgängen (Relaxation) zu unterscheiden. Die blaue Kurve beschreibt den Glasübergang des Materials ( und der ist sehr gut auswertbar) und die rote Kurve die Relaxation. Aufgrund der Peakform läßt sich hierbei die Veränderung über unterschiedliche Alterungsprozesse sehr gut charakterisieren und vergleichen.

Temperaturmodulierte-DSC-Messung

Die temperaturmodulierte DSC Technik leistet sehr gute Unterstützung bei der Charakterisierung von Kunststoffen und Beschichtungen, wenn die traditionelle Technik ihre Grenzen hat. Gerne führen wir in unserem modern ausgestatteten Kunststoff Prüflabor Messungen für Sie durch.

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